Willi Sitte Galerie
Merseburg . Domstraße 15
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Wettbewerb Willi-Sitte-Galerie entschieden - Merseburger Büro gewinnt ersten Preis

     

Auszug aus dem Informationsblatt der Stadt Merseburg im Mai 2003


Für die vom Stadtrat beschlossene Ansiedlung der Willi-Sitte-Galerie in der Domstraße 15 in Merseburg hat die Stadt für den notwendigen Umbau des Hauses
durch die Sachsen-Anhaltinische Landes-Entwicklungsgesellschaft mbH ( SALEG) einen Architekten-Wettbewerb durchführen lassen.

Sechs Architekten aus Merseburg und Umgebung wurden am 07. Februar 2003 aufgefordert, eine Konzeption für ein Ausstellungshaus mit einem gesonderten 
Tagescafe und einer Außengastronomie zu entwickeln. 

Unter Vorsitz des Präsidenten der Architektenkammer Sachsen-Anhalt, Prof. Dipl.-Ing. Ralf Niebergall, tagte Mitte April die sechsköpfige Jury, an der auch
Oberbürgermeister Reinhard Rumprecht teilnahm.

Die Jury zeigte sich tief beeindruckt über die unterschiedlichen Lösungsansätze und brauchte mehr als sechs Stunden, um die drei Preisträger heraus zu finden.
Schließlich wurde ein Entwurf auf den l. Platz gesetzt, der durch "sehr sensible Hinzufügung neuer Elemente in behutsamer Korrespondenz zum bestehenden
Altbau der städtebaulichen Situation an der Domstraße überzeugend Rechnung trägt" (aus der Beurteilung des Preisgerichtes).

Es war eine Überraschung, als sich nach der Öffnung der Verfassererklärungen herausstellte, dass die junge Architektin Dipl. Ing. Claudia Janich aus dem Merseburger 
Ingenieurbüro Weiß & Schellenberg die Arbeit erstellt hat.

Neben dem Bearbeitungsentgelt, das alle Architekten bekamen, erhielt die Preisträgerin 4 000 €. In den nächsten zwei Jahren soll das Objekt als Urban 21-Projekt
mit Mitteln aus dem EFRE- Struktur-Fonds der EU und aus dem Förderprogramm Städtebaulicher Denkmalschutz realisiert werden.

Der 2. Preis, dotiert mit 2 400 €, ging an die Architekten Letzel/Freivogel aus Halle.

Den 3. Preis mit l 600 € erhielt der Architekt Uwe Graul, ebenfalls aus Halle. Im Rahmen der Eröffnung einer Ausstellung über alle eingereichten Arbeiten, 
der auch der Künstler Willi Sitte beiwohnte, dankte Oberbürgermeister Reinhard Rumprecht allen Beteiligten und beglückwünschte die Preisträger.

Insbesondere ging der Dank an Dr. Volkhard Spielhagen, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse, der wesentlich an der Vorbereitung des Projektes beteiligt war.